Es will dichLebendigIn seiner gewaltigen LeereIn seiner grenzenlosen Unbeständigkeit Seine Geschichten schreibenÜber LebensformenUnd deren Verformung Geburt und GedeihenVerfall und Auslöschung Die Dunkelheit um dich herum birgt das LichtReichhaltiges LichtDu kannst es nicht sehenDurch deine geprägten Augen Den Kriegdes Geistesgewinnen wollen Aber es gibt keinen KriegEr ist bereits verloren Deine Erinnerung ist lebendigDer Terror, die LiebeDie… Verlieren weiterlesen
Kategorie: Abgrund
Kuss der Vergänglichkeit
Ich schaue in deine Augendie Liebe widerspiegelnSie funkeln lebhaftTiefe und IntensitätDieser AugenblickDer nie vergehen sollVon der Vergänglichkeit geküsstDer Tod lächelt sanftNicht hier, nicht jetztInnewohnend Leben, das sich über jede Grenze hinaus ergießtHeimat und VerlustMitten im NirgendwoWo du bistWo ich binIst verlorenUnd somitEin einziges BankettDas nie begannUnd nie endet Die Vergänglichkeit tötet dichund michLässt uns letztlichalleinNicht… Kuss der Vergänglichkeit weiterlesen
Angst
Empfindungen, die sich durch den Körper bewegenVerdichtete, angespanteLebendigkeitDie Zellen vermögen sich zu erinnernGeburt und TodAufstieg und FallMassaker und GenozidLiebe und Verlust Zellen und DNAvergessen nichtOrganisches Leben ist die Manifestation von VernetzungVerflechtungenEine lebendiges Netzwerk in-FormationAls organischer menschlicher KörperDurch das Gehirn gesteuertImaginäre Grenzen erschaffendDu und ichAlle körperlichen EmpfindungenWerden InterpretationDie Geschichte einer Persondie sich erinnertin geträumter Zeit und… Angst weiterlesen
Delirium
Du scheinst zu sehenDu weißt, dass du zu sehenscheinst Du scheinst zu wissenDu weißt dasEs ist alles kristallklarDieses Verstehen Dieser Traum Du bist dir bewusstUnd dubist nicht Farben und FormenUnd SchattenTanzen vor deinen AugenDu schließt deine AugenIhr Tanz geht weiterErinnere dichStell dir vor Teilen und vergießenVon Liebe, Freude, Blut und Tränen GeschichtenEntstehen, verschmelzen, vergehenDas Spektrum… Delirium weiterlesen
Abbruch 69
Es ist der letzte Tag in diesem warmen, dunklen, feuchten Ort, an dem es keine Erinnerung an einen ersten Tag gibt. Es ist ein Ort des Wachstums, des Noch-Einsseins, des Nichtwissens, der Illusion von Sicherheit und Geborgenheit. Niemals möchte ich von dort entfliehen, die Idee des “Ich” oder “Entfliehens” existiert hier auch nicht. Es gibt… Abbruch 69 weiterlesen
Sternenstaub
Das ist es jetzt, ich sehe, wie du entkommen willst, es aufgeben und alles hinter dir lassen willst. Das Leben, wie es dir erscheint, wirkt unerträglich. Du bist nicht nur müde, du fühlst dich gefangen in diesem schwachen, gebrochenen Körper, der all seine Fähigkeit verloren hat, dir eine eigenständige Existenz zu ermöglichen. Nichts in mir… Sternenstaub weiterlesen
Griff
Die DunkelheitDieser sakrale und doch gefürchtete OrtNicht verborgen, aber du willst ihn nicht sehenGeschweige denn, ihm begegnenDeine Augen sehnen sich nach dem blendenden, ekstatischen LichtEin verlockendes Bild nach dem anderen erzeugendSeifenblasen in den schönsten, betörendsten FarbenDass sie nur nicht platzen FliegendHöher und höherMehr und mehrDie Leiter hinaufkletterndDu versuchst, über den Gipfel der Welt hinaus zu… Griff weiterlesen
An der Grenze
In deinen Augen liegt eine tiefe friedliche Erschöpfung, sie haben durch ein ganzes Leben hindurch gesehen. Sie erzählen von Angst, Verlassenheit, Verlust, Hass, Liebe, Mut, Freude, Freundschaft, Schönheit, Einsamkeit, Sehnsucht. Du weißt, dass das Ende bevorsteht, aber es dämmert dir, dass du eigentlich nichts weißt. Dieser vermeintlich nächste Schritt, der ein Ende zu sein scheint,… An der Grenze weiterlesen
Abgrund
Es ist sehr dunkel, du kannst nichts sehen, obwohl deine Augen weit geöffnet sind.Ein unermessliches Grauen umgibt dich.Es ist der Terror des Todes, deiner Vernichtung, der Vernichtung von allem und jedem, die dir jemals etwas bedeutet haben. Die Geschichten, die dein Leben geschrieben haben, deine Vergangenheit. Die Spiegel, in denen sich die Liebe spiegelte und… Abgrund weiterlesen
Heimat
Der Anfang endet nieUnd nie beginnt das EndeDas Wesenhafte, so fremd und geheimnisvollUnd doch so vertrautIch höre, obwohl kein Ton meine Ohren erreichtLicht, unsichtbar für meine AugenErhelltUnbekannt Hier, jetzt, nirgendwoEntstehe ich?Vergehe ich?In dieser Gegenwartwird alles einsWährend ich fragmentiert werdewerde ich assimiliert Jetzt, in einer anderen Welt, die Wüste des AnderenVergängliche Kreaturen des GeistesSehnsucht nach dem… Heimat weiterlesen