{"id":2740,"date":"2023-05-05T23:46:10","date_gmt":"2023-05-05T21:46:10","guid":{"rendered":"https:\/\/abyss2bliss.com\/?p=2740"},"modified":"2023-05-06T10:29:30","modified_gmt":"2023-05-06T08:29:30","slug":"desire-and-attachment","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/abyss2bliss.com\/de\/desire-and-attachment\/","title":{"rendered":"Verlangen und Anhaftung"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile\"><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-drop-cap has-dark-gray-color has-text-color\">Man sagt, dass Verlangen, Begierde, Sehnsucht die Wurzel des Leidens sei. Aber das Verlangen erscheint in seiner Urspr\u00fcnglichkeit eher als ein sehr intensiver Ausdruck von Lebendigkeit, mit einzigartigen Qualit\u00e4ten. Leiden kann entstehen, wenn das Verlangen darauf gerichtet ist, das Imagin\u00e4re zu erreichen, das, was nicht real ist.<br>Die Verlangen ist in seiner Essenz Teil des sich entfaltenden Lebens, Lebens in Bewegung, und in dieser Natur hat es keinen Namen mehr und ist wertfrei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-dark-gray-color has-text-color\">Wenn das Begehren, das Verlangen an eine bestimmte Errungenschaft gekn\u00fcpft ist, sei es ein Objekt oder eine Empfindung, wie Befriedigung, Gl\u00fcck, Liebe, Vergn\u00fcgen, impliziert es, dass es etwas zu bekommen gibt, mehr zu erreichen ist. Oft steckt dahinter ein subtiles Gef\u00fchl von &#8222;nicht genug&#8220;, von Mangelhaftigkeit. Beides &#8211; sowohl die Vorstellung von &#8222;mehr&#8220; als auch die Vorstellung von &#8222;nicht genug&#8220; &#8211; sind eine Illusion, es sind Konzepte, \u00dcberzeugungen, Interpretationen des Gehirns, die auf konditionierter Erinnerung beruhen. Aber auch die Erinnerung ist eine Illusion. Sie ist eine &#8211; oft lebhafte &#8211; Geschichte, nicht wirklich. Die Erinnerung ist die Grundlage der geschaffenen, konditionierten Persona, der Identit\u00e4t, und das sagt alles \u00fcber ihre Substanz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-dark-gray-color has-text-color\">Das Verlangen ist eine starke Triebkraft f\u00fcr das Imagin\u00e4re, Illusion\u00e4re: das scheinbare &#8222;Weniger&#8220; soll &#8222;Mehr&#8220; werden, das scheinbare &#8222;Selbst&#8220; soll sich verbessern, das scheinbare &#8222;Jetzt&#8220; (das in einer imagin\u00e4ren Vergangenheit wurzelt) soll ein besseres imagin\u00e4res &#8222;Morgen&#8220; werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-dark-gray-color has-text-color\">Anhaftung ist das, was Leiden schaffen kann, wenn das Leben in seiner ganzen Intensit\u00e4t zu fesseln scheint. In einer verg\u00e4nglichen Welt ist alles fl\u00fcchtig, nichts bleibt. Freude wird vergehen, Schrecken wird vergehen.<br>Selbst ein so negatives Gef\u00fchl wie Hass, ohne Bindung an ein Objekt oder ein Ereignis, kann als starker, aber fl\u00fcchtiger Eindruck erlebt werden, der das System durchl\u00e4uft, ohne nennenswerte Spuren zu hinterlassen. Wird jedoch ein starkes Gef\u00fchl projiziert und an einen imagin\u00e4ren Anderen oder ein Ding gebunden, kann im Strom ein Widerstand auftreten, und wie bei einem elektrischen Widerstand nimmt die Spannung zu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-dark-gray-color has-text-color\">Da das Gehirn Wahrnehmungen vor allem durch Kausalit\u00e4t interpretiert, scheint es, dass die Erscheinungsformen des Lebens einen Grund, einen Ursprung und eine Bestimmung, ein entsprechendes Ziel haben. Aber letztlich ist alles nur eine vor\u00fcbergehende Erscheinung, mit der sich der Mensch identifizieren und daraus eine pers\u00f6nliche Geschichte (aus der Sprache, die von Natur aus begrifflich und linear ist) sowie eine Anhaftung schaffen kann. Identifikation &#8211; wenn Wahrnehmung und Interpretation pers\u00f6nlich werden &#8211; erzeugt oft einen Impuls, auf eine Erscheinung zu reagieren. Und so entfaltet sich die Geschichte des Lebens, ausgehend von einer unbekannten Quelle, die durch konstruierte Konzepte, die als &#8222;Wissen&#8220; getarnt sind, versucht wird zu begreifen. W\u00e4hrend das Leben aus dem Unbekannten ins Unbekannte flie\u00dft, zeitlos und raumlos.<\/p>\n<\/div><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/abyss2bliss.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/desire-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2743 size-full\" srcset=\"https:\/\/abyss2bliss.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/desire-768x1024.jpg 768w, https:\/\/abyss2bliss.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/desire-225x300.jpg 225w, https:\/\/abyss2bliss.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/desire.jpg 1080w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man sagt, dass Verlangen, Begierde, Sehnsucht die Wurzel des Leidens sei. Aber das Verlangen erscheint in seiner Urspr\u00fcnglichkeit eher als ein sehr intensiver Ausdruck von Lebendigkeit, mit einzigartigen Qualit\u00e4ten. 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