Verlangen ist, was mich am Leben hält
In Bewegung
mich von einer Ablenkung zur nächsten treibt.
Überleben
um dem verschlingenden, gähnenden Abgrund zu entkommen
der meinen Schmerz beherbergt
Angst
aber die Befriedigung ist nur vorübergehend
und in ihrem Nachlassen
intensiviert sich die Leere
unersättlich
greift nach mir, um mich zu absorbieren
Zwang davonzulaufen
Verlangen ist die Kraft
die mich von diesem Abgrund forttreibt
mich berauscht und seine Haken tief in mein Fleisch stößt
aus meinen Objekten der Lust eine Begierde macht
mich zu ihrem Sklaven macht
süchtig
Gierig nach dem nächsten, dem noch höheren Rausch
Im Bann des nächsten und besseren und noch mehr
Gefesselt an unechte Erfüllung
künstliche Ekstase
Ein Verbraucher, verbraucht
Konsument des Vergnügens
Gib mir mehr
Nimm mich, höher
Grenzenloses, ewig ungestilltes Verlangen
wachsende Leere
Überleben
lässt mich zurück
Abgestumpft
Verbraucht