Dieser Tage ist die Wahrheit verschwunden. Auf seltsame Weise spielt sie einfach keine Rolle mehr. Es gibt keinen Grund, für die Wahrheit zu kämpfen. Ich kann alles für wahr halten, und doch glaube ich an nichts. Unmittelbarkeit und Vergänglichkeit sind meine engsten Geschwister. Sie singen Lieder von den Dächern, manchmal wie die Vögel, mit ihrem hellen Gezwitscher, nur für Sekunden, immer und immer wieder. Ein anderes Mal wie die fernen Sirenen eines Krankenwagens, die von der Dringlichkeit des Lebens singen, vor seinem Zusammenbruch gerettet zu werden.
In allem liegt eine Stille, die mich grüßt. Sie lächelt mich an, durch Leid wie durch Freude. Tränen sind so schön wie Lachen. Der Schmerz der Sehnsucht und des Verlusts, der tief in die Adern des Lebens schneidet, und der Blick der Liebe, der mir einfach sagt: Ja. Es gibt nur Zuhause und keinen anderen Ort. Es gibt kein Entkommen, und das ist Befreiung.
Ich brauche keine Welt verändern, die ich kaum verstehe. Natürlich habe ich Wissen angesammelt und kann Muster erkennen, und ich bin mühelos antwortfähig, wann immer das Leben eine Tür öffnet, oder schließt: Es ist ein Tanz, in dem wir verschmelzen.
Wir waren nie zwei.
