Es ist ein stiller Wintermorgen, die Sonne scheint. Züge fahren ruhig vorbei. Einige Vögel singen, einige Krähen krächzen. Ein paar tote Blätter, die sich weigern, den Baum loszulassen, rascheln im Wind.
Dieser Tag markiert den Beginn eines neuen Jahres, voller Hoffnung und guter Vorsätze. Werden deine Träume wahr werden oder werden sie zu Albträumen? Hoffentlich kommt eine bessere Welt. Möge das, was bereits gut ist, gedeihen und sich festigen. Für immer?
Der stille Frieden, das Summen und Pulsieren jedoch – sie kennen weder ein Ende noch einen Neuanfang. Es wird nicht besser, es durchdringt alles – es ist, als das.
Für den einen wurde die Erinnerung an das letzte Jahr als Verlust, als Entbehrung gemalt. Wird der Albtraum enden? Für andere war das vergangene Jahr ein Jahr des Wachstums und des Gewinns. Wird es so weitergehen? Du wagst nicht daran zu denken, wie es sich ändern könnte.
Das Fragment namens „Jahr” ist jedoch eine Fiktion.
Was in einem und als einem Jahr zu geschehen scheint, ist das Leben, das nahtlos und mühelos fließt und sich wandelt: kein Wendepunkt, an dem das Wachstum zum Verfall wird, der den Samen nährt; an dem sich die Erscheinung, unbemerkt oder plötzlich, verändert und verschwindet und entsteht.
Nichts ist vorhersehbar, auch wenn das Erkennen von Mustern einen dazu verleiten kann, an einen bestimmten Verlauf der Ereignisse zu glauben. Dies kann dazu führen, zu glauben, man habe die Kontrolle, man wisse und verstehe. Um erfolgreich zu sein und sein Leben zu meistern, muss man es sich zu eigen machen. Trennung steuert deine Gedankenlandschaft und Wahrnehmung grundlegend.
In der Stille dieses Morgens jedoch bricht alles zusammen. Aber es ist nicht wie ein Weltuntergang oder eine Supernova. Keine Geschichte einer glorreichen Transformation, einer erfolgreichen Verwandlung oder Erleuchtung. Kein Drama, keine Sorge, keine Schwere. Keine Euphorie.
Nur das. Unspektakulär und einfach.
Vergangenheit und Zukunft – bloßes Einatmen und Ausatmen.
